ODYSSEE Espresso | Ein paar Fragen an Paul

Warum der Name Odyssee Espresso?

Paul: Das erste mal habe ich den Odyssee für die Baristameisterschaft 2010 in Hamburg gemischt. Ich hatte dabei zwei Dinge besonders im Fokus. Zum einen eine ausgeprägte interessante Frucht und zum anderen einen Kaffee zu haben der pur und mit Milch funktioniert. Damals wollte ich das Fundament für eine sensorische Reise schaffen, die sich im Lauf der Erntezyklen immer wieder neu Erfindet. Eine Reise also, ähnlich der Reise von Homer, die kein Ende kennt. Heute habe ich das Gefühl, dass diese Reise nach 10 Jahren gerade erst begonnen hat.

Hier ein Bild von den Meisterschaften 2010 in Hamburg. Das war der Startschuss meiner Selbstständigkeit. Und das erste Mal, dass der Odyssee Espresso serviert wurde...

Baristameisterschaften 2010 Stage Picture
Woher kam deine Inspiration zur Kombination vom Odyssee Espresso?
Paul: Ich suche die Kaffees, die wir einkaufen und ausschenken immer nach dem Geschmack aus. Das ist das Herz meiner Arbeit und somit auch die Inspiration des Odyssees. Heute besteht die Mischung in der Regel aus nicht mehr als zwei Kaffees. Streng der Prämisse folgend das eine Mischung nur dann Sinn ergibt wenn sie mehr ist als die bloße Addition der einzelnen saisonalen Geschmäcker ist. Also, dass die Süße eines Kaffees, die Frucht des anderen unterstützt und dadurch eine Komplexität der Tasse entsteht, die für sich nicht möglich wäre.
Warum hat sich der Odyssee Espresso, deiner Meinung nach, zum Bestseller entwickelt?
Paul: Es ist ein Kaffee der immer anders ist, nicht langweilt und dennoch schön ausbalanciert ist. Ich werde ihm nie überdrüssig und der Odyssee ist für mich oft Referenz. Es gibt kaum Blends die mich über so einen langen Zeitraum immer noch in der Lage sind zu begeistern. Liegt vermutlich auch daran, dass es irgendwie auch mein Baby ist. Und ich viele schön Erinnerungen bei Meisterschaften und im Laden damit verknüpfe...
Was macht ihn zu etwas Besonderem?

Paul: Normalerweise mischt man Kaffees zusammen um einen generischen Geschmack zu schaffen. Oder auch um Kosten zu sparen und minderwertige Kaffees zu kaschieren. Der Odyssee Espresso will genau das Gegenteil. Mein Anspruch an diese Mischung ist immer wieder neu zu überraschen und die sensorischen Komponenten zu highlighten. Ergo einen Kaffee zusammenzustellen der die Vielfalt von Kaffee feiert und sich nicht einer anonymen Massenkompatibilität unterwirft.


Welche Geschmacksbeschreibung ist für dich typisch Odyssee?

Paul: Eigentlich gibt es keine typische Geschmacksbeschreibung. Grundsätzlich ist die Tasse jedoch floral, ausbalanciert und dennoch mit komplexer Frucht.


Gib uns einen Tipp & beschreibe uns wie du deinen Odyssee Espresso am liebsten trinkst.

Man kann den Odyssee Espresso im Prinzip auch als Filter aufbrühen. Als Espresso kommt aber die Fruchtigkeit schöner rüber. Er ist einer der Kaffees die man problemlos mit einer hohen BrewRatio und Extraktionsrate brühen kann (siehe Rezept). Tatsächlich trinke ich den Espresso auch ganz gern ganz kalt… Alternativ als „Double Cortado“. Also ein doppelter Espresso mit gleichem Teil mikromäßig aufgeschäumter Milch.


ODYSSEE Espresso | Meine aktuelle Rezeptempfehlung

 

  • Dose (Menge an Kaffeemehl im Siebträger): 14,5g
  • Yield (Menge Kaffee, der in die Tasse fließt): 43g
  • Time (Zeit, von Start bis Ende des Bezugs): 31 sek
  • Temp (Temperatur des Brühboilers): 93,5 Grad

 

Anmerkung: Es darf gern etwas länger dauern bis der Espresso anläuft. Abhängig von der Mühle sollte der Espresso aber spätestens so um Sekunde 13 laufen.
Aktuell im Odysse: 65% Keffa Bonga, 35% Uraga Gomoro